MountainsTour 2022

Unternehmen, die sich vernetzen, sind erfolgreicher als Einzelkämpfer. Das ist wissenschaftlich bewiesen und deshalb zählt es für TechnologyMountains zu den zentralen Anliegen, den Austausch der Mitglieder untereinander über alle Branchen-, Technologie- oder Landesgrenzen hinweg zu fördern. Bei den Unternehmensbesuchen im Rahmen der Veranstaltungsreihe „MountainsTour“ wird genau das erreicht: Experten geben Einblicke in ihre Expertise, Unternehmen in ihr Schaffen und hinterher kann in lockerer Runde „genetzwerkt“ werden – wie bei allen TechnologyMountains-Veranstaltungen. Das ist das Schöne an einer Bergtour: Man bekommt den Kopf frei, gewinnt einen Überblick, blickt aus einer anderen Perspektive, erkennt neue Zusammenhänge, erhält neue Ideen. Deshalb: Lassen Sie sich vom Angebot und den neuen Aus- und Einblicken inspirieren. Interessante Referenten erwarten Sie, Informationen über aktuelle Themen und Trends erweitern Ihren Horizont.

Folgende Mitgliedsunternehmen öffnen in 2022 ihre Türen und Produktionsstätten für Sie:

IT-Sicherheitswochen

Datendiebstahl, Cyber-Angriffe, gehackte Datenbanken: wer die IT-Sicherheit seines Betriebes vernachlässigt, geht ins Risiko. Erhalten Sie einen Überblick zu Gefahren, Lösungen und Handlungsansätzen.

Sicherheitslücken in der IT-Infrastruktur sind ein Risiko für die Arbeitsfähigkeit eines Betriebs, die Reputation im Kundenstamm und das geistige Eigentum im Unternehmen. Dies trifft alle Branchen: Industrie, Handel, Gastgewerbe und Dienstleistungsunternehmen. Es gilt die IT-Sicherheit bestmöglich zu organisieren, Mitarbeitende einzubinden und den Ernstfall zu proben: in Unternehmen, Verwaltungen und Einrichtungen der kritischen Infrastruktur.

Um die IT-Sicherheit beim Mittelstand und seinen Partnern zu stärken, werden von der Industrie- und Handelskammer Schwarzwald-Baar-Heuberg die „IT-Sicherheitswochen 2022“ durchgeführt. Neben branchenspezifischen Angeboten fördern die Angebote die IT-Kompetenz von Inhabern, Mitarbeitenden und Jugendlichen.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und Anregungen.

Die Veranstaltungen im Überblick:

„Keine Angst vor der Quantenphysik“

13. InnovationForum sehr gut besucht!

Immer kleiner, immer intelligenter, immer vernetzter: Smarte Produkte und Anwendungen haben längst die Industrie und den Alltag erobert. Man denkt hier an Smartphone, Smartwatch, oder Smart-TV. Ja sogar Smart-Fridge, intelligente Kühlschränke, haben schon in manche Küche Einzug gehalten. Die Entwicklung in diesem Bereich schreitet mit schnellen Schritten voran.

Beim 13. InnovationForum Smarte Technologien und Systeme in den Donaueschinger Donauhallen, veranstaltet vom TechnologyMountains e.V. (TM), der Industrie- und-Handelskammer (IHK) Schwarzwald-Baar-Heuberg und der Hahn-Schickard-Gesellschaft für angewandte Forschung e.V., haben sich Unternehmer, Manager, Entwicklungsleiter und Ingenieure sowie kreative Wissenschaftler aus dem In- und Ausland bei vielfältigen Vorträgen zu den Themen Künstliche Intelligenz und Smarte Soft- und Hardware informiert und ausgetauscht. Mittlerweile gibt es kaum Branchen, die sich dem Trend nicht angeschlossen haben. Man darf also gespannt sein, welche Technologien sich in den nächsten Jahren durchsetzen werden.

Innovativ zu sein bedeutet, neue Wege zu gehen. Vorhandenes zu verbessern, Fortschrittliches integrieren und mehr denn je Umwälzendes wagen. Eines wurde schnell klar bei der Veranstaltung: Vernetzung ist die Formel für die Zukunft. „Wer sich vernetzt, der kommt schneller voran“, betonte Dr. Harald Stallforth, TM-Vorstandvorsitzender. Und davon machten die 100 Teilnehmenden auch regen Gebrauch, kamen mit den Ausstellern ins Gespräch und nutzten den Austausch für mögliche Kooperationen oder künftige Projekte.

„Wir sind hier eine unglaubliche Region mit vielen Hidden Champions und einer Vielzahl an Patenten. Doch diese Wirtschaftskraft ist nicht selbstverständlich. Es muss viel getan werden, damit dies auch so bleibt. So weiß beispielsweise bei den Automobilzulieferern keiner, wohin die Reise eigentlich geht“, betonte Dr. Steffen P. Würth, IHK-Vizepräsident und Geschäftsführer der Straub-Verpackungen GmbH, mit Blick auf die derzeitige Entwicklung in Sachen Elektromobilität, aber auch auf die Weltlage und den Krieg in der Ukraine. „Man kann dieser Tage keinen Gedanken fassen, ohne an die Ukraine zu denken. Der Krieg ist eine humanitäre Katastrophe und wird die Welt nicht nur gesellschaftlich, sondern auch militärisch und vor allem auch wirtschaftlich verändern“, ist sich Würth sicher.

Bei Industrie 4.0 gebe es noch viel zu tun, aber auch Datenschutz, schnelles Internet und 5G brauche es für eine innovative Weiterentwicklung, so Würth. Der Fachkräftemangel sei ein großes Problem und mache auch vor der Region nicht halt. Zudem mache die Bürokratie das Leben schwer. Innovationen seien wichtig für die Zukunft, doch hier fehle es an Planungssicherheit. „Die wiederum braucht es aber, um investieren zu können“, macht Würth das Dilemma deutlich, stellt aber auch heraus, dass man all diese Herausforderungen nur im Netzwerk bewältigen könne. „Wir als IHK bieten hier eine Plattform“, sagte er.

„Zudem muss man auch einen offenen Geist haben und schauen, welche Innovation für die jeweilige Branche wichtig ist. Man muss wissen, welche Fähigkeit eine Technologie hat, um sie richtig einzusetzen“, erklärte Stallforth. TM habe mittlerweile mehr als 430 Mitglieder und wachse noch stärker als vor der Pandemie. Man sei also hier auf einem guten Weg und freue sich über weiteren Zulauf.

Intelligente Quantensensoren auf dem Weg zur Marktreife standen bei der Keynote im Mittelpunkt. Prof. Dr. Jens Anders, vom Institut für Intelligente Sensorik und Theoretische Elektrotechnik an der Universität Stuttgart, gab interessante Einblicke, bevor es dann nach der Pause mit dem Vortragsangebot zu den beiden Themenblöcken Künstliche Intelligenz und Smarte Produktion und Prozesse weiterging. „Keine Angst vor der Quantenphysik“, ermunterte Anders das Publikum, bevor er erläuterte, was es mit den Quantensensoren auf sich habe, und warum sie so viel besser sind als herkömmliche Sensoren. „Die Wertschöpfung im 21. Jahrhundert findet durch digitale Daten statt“, machte er deutlich. Sensoren seien die Taktgeber des Alltags, vor allem in den Bereichen IoT (Internet of things) Gesundheit, Energie, Klimaschutz, Mobilität, Sicherheit und Kommunikation.

„Internet of Things“ ist die Bezeichnung für das Netzwerk von Dingen oder Geräten, die mit Sensoren, Software und anderer Technik ausgestattet sind, um diese mit anderen Geräten und Systemen über das Internet zu vernetzen. So können zwischen den Objekten und Geräten Daten ausgetauscht werden. Hier sei man mit Hochdruck an der Entwicklung. „Autonomes Fahren erfordert beispielsweise eine hohe Präzision, die von Quantensensoren bereits nachgewiesen ist“, so Anders. Auf der Weiterentwicklung der Quantensensorik liege ein klarer Fokus. Es gibt also noch viel zu tun auf dem Weg zum „Smarten Alltag“, aber es geht mit riesigen Schritten voran.

Ergebnisse der Umfrage zu Kooperation und Technologietransfer

Die Region Schwarzwald-Baar-Heuberg mit ihrer diversifizierten Branchenlandschaft gehört zu den stärksten Industrieregionen Deutschlands. Aber besonders technologieorientierte Branchen sind auch in Zukunft auf weitere Innovationen angewiesen. Der Transfer von Technologie und Wissen von der Forschung in die industrielle Anwendung muss weiterhin gewährleistet werden, damit der Erhalt der regionalen Innovationsfähigkeit gesichert bleibt. Eine zentrale Rolle spielt hierbei die Kooperation zwischen wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Akteuren.Die vorliegende Umfrage geht der Frage nach: Welchen aktuellen Unterstützungsbedarf benötigen die Unternehmen der Schwarzwald-Baar-Heuberg-Region im Innovationsprozess? Zusammen mit der Hochschule Furtwangen und dem Technologieverbund TechnologyMountains e.V. hat die IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg diese Studie durchgeführt und im Januar 2022 veröffentlicht. Ziel ist es, die richtigen unternehmerischen und wissenschaftlichen Impulse für die Zukunft zu setzen, um Innovationen in der Region effizient zu fördern. Die Ergebnisse dieser Studie beweisen, dass sich Kooperationen zwischen Unternehmen und Hochschulen, mit wissenschaftlichen Einrichtungen oder mit anderen Unternehmen auf jeden Fall lohnen.

Hier können Sie die Broschüre lesen und herunterladen.

Industrieverbund gewinnt an überregionaler Bedeutung

TechnologyMountains zieht Jahresbilanz / Netzwerk rückt in den Fokus der Wissenschaft

Mehr Mitglieder, neue Verbundprojekte, erneute Auszeichnung mit dem Gold-Label: Bei der zweiten pandemiebedingt virtuellen Mitgliederversammlung hatte der Vorstand und die Geschäftsführung der Clusterinitiative Technology Mountains e. V. (TM) nur Positives zu berichten.

„Ausgerechnet in der Pandemie haben wir so viele neue Mitgliedsunternehmen gewonnen wie nie zuvor“, stellte der Vorstandvorsitzende Dr. Harald Stallforth fest. Waren es zum Jahresende 2020 noch 379, so konnte gerade mit der Festo SE Co. KG das 400. Mitglied begrüßt werden. „Besonders erfreulich und ein Qualitätsmerkmal des Netzwerks ist, dass viele überregionale Firmen dazustoßen“, erinnerte Dr. Harald Stallforth, obwohl vergangenes Jahr viele Messen und Delegationsreisen abgesagt werden mussten und Präsentationen auf Messen komplett unterblieben. Einziger Lichtblick war das 12. Innovation Forum Medizintechnik mit 300 Teilnehmern in Präsenz – eines von vier ursprünglich geplanten Foren. Die beiden TM-Geschäftsführer Yvonne Glienke und Thomas Wolf berichteten den Versammlungsteilnehmern an den Bildschirmen außerdem von 18 Sprechtagen, 23 Expert-Tables – den „Brutstätten und Inkubatoren“ für Verbundprojekte mit fast 300 Teilnehmern –, von 56 weiteren Veranstaltungen wie Tech- und MedTalks, Mountains-Touren, Digital-Insides und Workshops sowie 96 Online- und Hybrid-Seminaren mit fast 800 Teilnehmern aus den Bereichen der Medizin- und Kunststofftechnik.

Thomas Wolf erwähnte den im Springer-Verlag erschienenen Fachaufsatz zum Thema Geschäftsmodell-Transformation, der die TM-Erfolgsgeschichte seit 2012 reflektiert. „Mit der Veröffentlichung ist das Netzwerk in den Fokus der Wissenschaft gerückt“, so Thomas Wolf. Dass TM gute Arbeit leistet, das wurde erneut auch durch die Auszeichnung „Cluster Management Excellence Gold Label“ des Europäischen Sekretariat für Clusteranalysen belegt. Ebenso trägt der Verbund für weitere drei Jahre das Qualitätslabel „Cluster-Excellenz Baden-Württemberg“.

An einigen Beispielen für laufende oder geplante Verbundprojekte machte der Vorstand auf den Mehrwert einer Mitgliedschaft besonders für kleine und mittelständische Unternehmen aufmerksam. Im Februar hat der Visionsprozess für die Medizintechnik-Branche begonnen, der im Dezember die Visionselemente finalisiert und 2022 in eine Kommunikationskampagne mündet. „Der Stolz auf die Medizintechnik als zentrales wirtschaftliches Standbein von Baden-Württemberg veranlasste Ministerpräsident Winfried Kretschmann dazu, die Schirmherrschaft über die Abschlussveranstaltung am 9. Dezember 2021 im Rottweiler Kraftwerk zu übernehmen“, so Yvonne Glienke.

Für die Bereiche Mikrotechnik und Kunststofftechnik stellten die TechnologyMountains-Akteure Hahn-Schickard und Kunststoff-Instituts Südwest konkrete Projekte vor. Dazu gehören unter anderem die sensorbasierte Transportüberwachung medizinischer Proben, die vorausschauende Wartung von Drehmaschinen, der biobasierte und biologisch abbaubare Papierspritzguss sowie ein weiteres Leuchtturmprojekt in der Region mit dem „Vernetzten Innovations- und Anwendungszentrum für Simulation und Smarte Systeme (VIAS)“. Es soll eine erste Anlaufstelle für lokale Gründer werden. Das Gebäude im mittleren Zentralbereich von Villingen-Schwenningen in direkter Nachbarschaft zu Hahn-Schickard wird 3.600 Quadratmeter umfassen. Dort soll es auch Erweiterungsflächen für High-Tech Start-Up Firmen geben.

Weiterer Leistungsführer schließt sich dem Technologieverbund an

Festo SE & Co. KG ist das 400. TechnologyMountains-Mitglied / In Kooperationen schneller zum Fortschritt

Die Festo SE & Co. KG ist das 400. TechnologyMountains-Mitglied: Prof. Dr. Volker Nestle, Entwicklungsleiter LifeTech bei Festo (links), und Dr. Frank Jacob, Leiter des Geschäftsbereichs LifeTech bei Festo, halten die Urkunde in Händen.

Der Technologieverbund TechnologyMountains e.V. hat sein 400. Mitglied begrüßt. Es ist ein prominenter Name im Südwesten: die Festo SE & Co. KG mit rund 20.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern weltweit.

Das Familienunternehmen mit Sitz in Esslingen am Neckar hat in der Automatisierungstechnik eine globale Führungsposition inne und bietet neben der pneumatischen auch elektrische Antriebslösungen an. Mit dem Geschäftsbereich LifeTech fokussiert Festo ein Zukunftsfeld, das sehr gut mit den Kompetenzfeldern von TechnologyMountains harmoniert. „Die Mitgliedschaft ermöglicht uns den Zugang zu einem international sichtbaren Cluster in unseren Schwerpunkten Laborautomation und Medizintechnik. Wir wollen dies nutzen, um unseren noch jungen Geschäftsbereich LifeTech zu positionieren sowie Impulse und Kooperationen für innovative Produkte und Systemlösungen zu finden“, sagt Dr. Frank Jacob, Leiter des Geschäftsbereichs LifeTech bei Festo. Prof. Dr. Volker Nestle, Entwicklungsleiter LifeTech bei Festo, hebt zudem die Anknüpfungspunkte zu TechnologyMountains-Akteur MedicalMountains GmbH hervor: neben Informationen zu aktuellen Trends in den Zielbranchen „ein breites Schulungsangebot, gerade für die Bereiche regulatorische Anforderungen und Risikomanagement.“

„Einen weiteren Global Player und Leistungsführer in unseren Reihen zu haben, ist eine Bestätigung der bisherigen Netzwerkarbeit und eine Bereicherung für alle“, heißen die TechnologyMountains-Geschäftsführer Yvonne Glienke und Thomas Wolf das 400. Mitglied willkommen. Der Technologieverbund sei in den vergangenen Jahren substantiell und qualitativ gewachsen, der Wunsch nach Vernetzung und Innovation sei aber gerade jetzt besonders zu spüren. „Ein starkes Netzwerk bedeutet vor allem, gemeinsam nach vorn zu blicken und gemeinsam in die Zukunft zu gehen“, so Yvonne Glienke.

Festo investiert jährlich 8 Prozent seines Umsatzes in Forschung und Entwicklung. Die Ingenieure sind immer auf der Suche nach neuen Technologien, um Arbeitsabläufe zu optimieren oder neue Geräte zu entwickeln. Beispielsweise ist das Unternehmen Vorreiter in der Verwendung von Piezotechnologie. Piezoventile ermöglichen das exakte Dosieren und Pipettieren von Flüssigkeiten in der Laborautomation im kleinsten Mikroliterbereich oder das präzise und schnelle regeln von Gasen in der Medizintechnik. „Wir sind davon überzeugt, dass wir in Kooperationen schneller und zu größeren technologischen und somit gesellschaftlichen Fortschritten gelangen“, betont Festo-Geschäftsbereichsleiter Dr. Frank Jacob. Damit sei der Kerngedanke von TechnologyMountains treffend umrissen, finden Yvonne Glienke und Thomas Wolf: „Aus den Erfahrungen und dem Know-how der weiteren Mitglieder können sich wertvolle Synergien, frische Ideen und wegweisende Partnerschaften ergeben.“