Jetzt bewerben: Innovationspreis des Landes Baden-Württemberg 2026

Das Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg hat den Innovationspreis des Landes – Dr.-Rudolf-Eberle-Preis 2026 erneut ausgeschrieben. Mit dem Preis werden herausragende Innovationen kleiner und mittlerer Unternehmen sowie Start-ups aus Baden-Württemberg ausgezeichnet.

Baden-Württemberg zählt zu den innovationsstärksten Regionen Europas. Eine hohe Forschungs- und Entwicklungsintensität, ein leistungsfähiger Mittelstand sowie die enge Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft prägen den Wirtschafts- und Technologiestandort nachhaltig. Der Innovationspreis des Landes würdigt Unternehmen, die mit neuen Produkten, Verfahren oder technologischen Dienstleistungen einen besonderen Beitrag zu dieser Innovationskraft leisten.

Teilnahmevoraussetzungen und Bewertungskriterien

Teilnahmeberechtigt sind Unternehmen

  • mit Sitz in Baden-Württemberg,
  • mit bis zu 500 Beschäftigten sowie
  • einem Jahresumsatz von maximal 100 Millionen Euro.

Die Bewertung der eingereichten Bewerbungen erfolgt durch eine unabhängige Fachjury aus Wirtschaft und Wissenschaft. Grundlage sind die Kriterien technischer Fortschritt, unternehmerische Leistung und wirtschaftlicher Erfolg.

Preisvergabe und Dotierung

Der Innovationspreis wird 2026 zum 42. Mal vergeben und ist mit insgesamt 50.000 Euro dotiert. Ausgezeichnet werden innovative Produkte, Verfahren und technologische Dienstleistungen.
Zusätzlich vergibt die Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Baden-Württemberg (MBG) einen Sonderpreis in Höhe von 7.500 Euro an ein junges Unternehmen.

Die Preisverleihung findet am 25. November 2026 statt.

Bewerbung und Frist

Die Bewerbung erfolgt ausschließlich online.
Bewerbungsschluss ist der 31. Mai 2026.

Bewerbung unter
https://bewerbung.innovationspreis-bw.de/

Weitere Informationen zum Innovationspreis Baden-Württemberg:
https://wm.baden-wuerttemberg.de/de/service/auszeichnungen-und-wettbewerbe/innovationspreis

TechnologyMountains empfiehlt innovativen Unternehmen aus dem Netzwerk, diese Möglichkeit zu nutzen und ihre Innovationsleistung auf Landesebene sichtbar zu machen.

Frohe Weihnachten und einen guten Start ins neue Jahr!

Ein ereignisreiches Jahr liegt hinter uns – geprägt von Innovation, Zusammenarbeit und einem starken Netzwerk. Dafür möchten wir uns herzlich bei allen Mitgliedern, Partnern und Wegbegleitern bedanken.

Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien frohe Weihnachten, erholsame Feiertage und einen guten Rutsch in ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr 2026!

Hinweis: Die Geschäftsstelle von TechnologyMountains ist vom 18.12.2025 bis einschließlich 07.01.2026 geschlossen.
Ab dem 08.01.2026 sind wir wieder wie gewohnt für Sie da.

Wir freuen uns auf viele spannende Projekte und Begegnungen im neuen Jahr!

Von Top Gun bis New Space: TechnologyMountains bietet Bühne für den wachsenden Zukunftsmarkt Luft- und Raumfahrt

Raumfahrt ist längst kein fernes Abenteuer mehr, sondern ein rasant wachsender neuer Marktbereich. Und mittendrin ist die Region. Welche Chancen sich dabei eröffnen, haben die IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg, der Technologieverbund TechnologyMountains e.V., das Automotive-Netzwerk AuToS SW-BW und die Hochschule Furtwangen (HFU) gemeinsam in einer Fachveranstaltung gezeigt. Rund 100 Gäste aus Wirtschaft, Forschung und Politik kamen ins Haus der Wirtschaft, um sich zum Thema „Zulieferer im Orbit – Chancen in der Luft- und Raumfahrt“ auszutauschen. Sie erlebten einen Abend voller Impulse und Praxisbeispiele nutzten die Gelegenheit zum Netzwerken.

„Unsere Zulieferer bringen genau die Fachexpertise und das Know-how mit, das in diesem zunehmend privatisierten Zukunftsraum gefragt ist. Wer heute schon Präzision und Qualität liefert, hat alle Voraussetzungen, um auch im Orbit relevant zu sein“, betonte Marvin Lehmann, Referent für Innovation und Technologie bei der IHK.

Den Start bei der Veranstaltung machte die ESA-Reserve-Astronautin Nicola Winter mit einer inspirierenden Keynote. Die ehemalige Kampfpilotin zeigte eindrucksvoll, wie sich die Branche entwickelt und welche Chancen sich für mittelständische Zulieferer eröffnen. Besonders deutlich wurde das Marktpotenzial in ihrem Hinweis: „In den vergangenen Jahren ist die Zahl der Satelliten explodiert – und ein Großteil davon befindet sich inzwischen in privater Hand. Der Orbit ist heute fast privatwirtschaftlich geprägt. Das eröffnet enorme Chancen für Unternehmen, die sich jetzt positionieren.“

Wie der Einstieg gelingt, demonstrierten zwei Unternehmen, die in den jeweiligen Branchen bereits aktiv sind: Die Freyer GmbH & Co. KG aus Tuningen gab Einblicke in 50 Jahre Raumfahrt-Zulieferung für Projekte wie Galileo oder das James-Webb-Teleskop. Die Robert Hofmann GmbH aus Lichtenfels zeigte den Weg vom Automotive-Prototypenlieferanten zum zertifizierten Luftfahrt-Serienfertiger.

Die wissenschaftliche Perspektive brachte die Hochschule Furtwangen ein. Prof. Dr. Frank Allmendinger und Prof. Dr. Bahman Azarhoushang stellten Technologien vor, die beide Branchen auch mit der Hochschule verbinden. „Genau hier entstehen Synergien, die Innovation antreiben“, so Allmendinger.

In der Podiumsdiskussion „Zulieferer im Orbit – Chancen und Herausforderungen für die regionale Wirtschaft“ wurde deutlich: Der Weg ins All sei anspruchsvoll, aber machbar. „Die Luft- und Raumfahrt eröffnet enorme Chancen für unsere Mitglieder. Mit dieser Veranstaltung haben wir gezeigt, wie wichtig es ist, frühzeitig Netzwerke zu knüpfen und Kompetenzen zu bündeln. Wer Innovation lebt, kann auch im Orbit eine Rolle spielen – und genau dafür steht Technology Mountains“, so Alfons Dehé, Vorstandsvorsitzender des TechnologyMountains e. V..

Das Thema Luft- und Raumfahrt mit ihren Chancen endet nicht mit dieser Veranstaltung. Die IHK wird gemeinsam mit den Partnern weiter daran arbeiten, diese Branche Unternehmen aufzuzeigen und bereits bestehende Expertise zu vernetzen. Forschung, Praxis und Netzwerk sollen künftig noch enger verzahnt werden: eine echte Zukunftsstrategie für die Region.

MountainsTour bei Solero Technologies: Erfolgreicher Abschluss eines starken Tourjahres

Am 06.11.2025 machte die MountainsTour Halt bei Solero Technologies in Villingen – und die Veranstaltung war mit 25 Teilnehmenden vollständig ausgebucht. Die Gäste erhielten spannende Einblicke in die Entwicklungs- und Produktionsprozesse vor Ort und nutzten die Gelegenheit für zahlreiche fachliche Gespräche und einen wertvollen Austausch.

Mit insgesamt vier Touren und rund 115 Teilnehmenden blicken wir auf ein sehr erfolgreiches MountainsTour-Jahr 2025 zurück. Besonders das neue Konzept der Doppeltour bei Weißer+Grießhaber und NEXT.robotics in Mönchweiler fand großen Anklang und zeigt, wie vielseitig die regionale Industrie aufgestellt ist.

Ein herzliches Dankeschön an Solero Technologies sowie an alle Partner und Teilnehmenden. Wir freuen uns bereits jetzt auf die Touren 2026 und die vielen neuen Einblicke, die uns erwarten.

Ein besonderer Gruß zum Jubiläum – Videobotschaft von Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut

Unser Jubiläumsjahr steckt voller schöner Momente – und einer davon hat uns ganz besonders berührt: Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus in Baden-Württemberg, hat uns mit einer persönlichen Videobotschaft zu unserem 20-jährigen Bestehen gratuliert.

In ihrer Nachricht würdigt sie die Arbeit von TechnologyMountains und betont, wie wichtig unser Netzwerk für den Innovationsstandort Baden-Württemberg ist. Diese Wertschätzung aus der Politik freut uns sehr – und zeigt, wie stark die Verbindung zwischen Wirtschaft, Forschung und Politik in unserem Land ist.

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Wir sind stolz auf 20 Jahre TechnologyMountains – und dankbar für die Wertschätzung, die uns aus Politik, Wirtschaft und Forschung entgegengebracht wird.

20 Jahre TechnologyMountains e. V. – Eine starke Stimme für Innovation, Mittelstand und Vernetzung

Mit einem eindrucksvollen Jubiläum auf dem Tuttlinger Honberg hat der TechnologyMountains e. V. sein 20-jähriges Bestehen gefeiert – gemeinsam mit rund 500 Gästen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. Die Veranstaltung war nicht nur Rückblick auf zwei Jahrzehnte erfolgreicher Netzwerkarbeit, sondern auch Aufbruch in die Zukunft: mit richtungsweisenden Wahlen und Einblicken in neue Projekte und Strategien.

Vom regionalen Impulsgeber zum leistungsstarken Technologienetzwerk
2005 als Industrieverbund unter dem Dach der IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg gegründet, ist TechnologyMountains heute ein europaweit sichtbares Netzwerk für Technologietransfer und Mittelstandsförderung. Über 500 Unternehmen mit insgesamt rund 107.000 Beschäftigten sind derzeit Mitglied – viele davon familiengeführt, technologiestark und regional verwurzelt. Die Zahl der Mitglieder wächst kontinuierlich: Allein im vergangenen Jahr traten 54 neue Unternehmen bei. TechnologyMountains-Geschäftsführerin Daniela Jardot betonte in ihrem Bericht: „Wir erleben einen enormen Zuspruch. Unsere Themen treffen den Nerv der Zeit – ob bei Künstlicher Intelligenz, Digitalisierung oder nachhaltiger Produktion.“

Jubiläumsveranstaltung mit richtungsweisenden Entscheidungen
Die Jubiläumsfeier wurde bewusst auf dem Tuttlinger Honberg ausgerichtet – ein Ort mit Weitblick und Symbolkraft. Im Rahmen der Feier fand auch die ordentliche Mitgliederversammlung statt. Professor Dr. Alfons Dehé, Institutsleiter bei der Hahn-Schickard-Gesellschaft in Villingen-Schwenningen, wurde mit 100 Prozent der Stimmen zum neuen Vorstandsvorsitzenden gewählt. Unterstützt wird Dehé von Professor Dr. Holger Reinecke, Aesculap AG, als stellvertretendem Vorsitzenden sowie IHK-Hauptgeschäftsführer Thomas Albiez als Schatzmeister. Weitere gewählte Vorstandsmitglieder sind Prof. Dr. Bahman Azarhoushang (Hochschule Furtwangen), Carina Bertram (VBM Medizintechnik GmbH), Gerhard Hipp (Anton Hipp GmbH), Simone Pajunk-Schelling (Pajunk GmbH Medizintechnologie), Julia Steckeler (MedicalMountains GmbH) und Eduard Steidle (Micromed Medizintechnik GmbH) – eine Mischung aus Erfahrung und neuen Impulsen.

Innovationsprojekte mit Zukunftsrelevanz
Im Mittelpunkt der Vereinsarbeit stehen konkrete technologische Vorhaben – viele davon initiiert mit Partnern wie MedicalMountains, dem Kunststoff-Institut Südwest oder Hahn-Schickard. Die Projektlandschaft reicht von generativer KI in der Medizintechnik über neuromorphe KI-Prozessoren bis zur Entwicklung eines Notruf-Rings oder der Optimierung von Sensorik für Monitoringprozesse. „Die TechnologyMountains-Verbundprojekte entstehen in enger Kooperation mit Industrie, Forschung und Start-ups“, so Dehé. Auch international ist TechnologyMountains aktiv: In Brüssel und Berlin bringt der Verein gemeinsam mit MedicalMountains und der IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg praxisnahe Positionen zu regulatorischen Themen wie der MDR oder dem EU-AI-Act ein. Ein viel beachtetes 50-seitiges Positionspapier wurde jüngst vorgelegt – ein Beispiel für gelebte Interessenvertretung, das durch die Mitgliedsbeiträge mitfinanziert wird.

Mitgliederumfrage als Kompass für die Zukunft
Eine Mitgliederumfrage mit fast 47 Prozent Rücklaufquote zeigte: Die Themen KI, Digitalisierung und Nachhaltigkeit stehen bei den Unternehmen ganz oben auf der Agenda. Besonders stark vertreten ist die Medizintechnik – mehr als 80 Prozent der Mitglieder sehen hier relevantes Marktpotenzial. Prof. Dr. Bernd Kaltenhäuser (Duale Hochschule Baden-Württemberg Villingen-Schwenningen) stellte die Ergebnisse vor und hob die breite Branchen- und Größenverteilung der teilnehmenden Unternehmen hervor.

Zukunft gestalten mit vereinten Kräften
Zum Abschluss der Versammlung wurde noch einmal deutlich: TechnologyMountains ist ein Verein mit starker Basis, klarer Strategie und großer Gestaltungskraft. Professor Dehé formulierte es so: „Wir haben die 500-Mitglieder-Marke überschritten – das verpflichtet. Lassen Sie uns gemeinsam Zukunft gestalten.“

DMEA: Premierenauftritt mit Signalwirkung – TechnologyMountains/MedicalMountains und acht Mitaussteller verbuchen große Resonanz auf Gemeinschaftsstand

Die Berge sind nun auch in Berlin ein Begriff. Unser Gemeinschafsstand feierte eine gelungene Premiere bei der DMEA, Europas führender Messe für digitale Gesundheitsversorgung. Die Gespräche mit Interessierten und Fachbesuchern vermittelten vor allem eines: Aufbruchstimmung.

Unter dem Dach von TechnologyMountains und MedicalMountains stellten Babtec Informationssysteme, Hahn-Schickard, M&M Software, Metecon, SYCOR, TZM, novineon CRO und osapiens ihre digitalen Lösungen und Dienstleistungen für die Medizintechnik vor. Im Fokus standen Themen wie Datenintegrität, klinische Studien, Regulatory Affairs, Qualitätssicherung sowie die Interoperabilität von Medizingeräten.

Gelungene Kombination aus Technik, Austausch und Ausblick: Erfolgreiche MountainsTour bei der tepcon GmbH

Wie eine Bergtour mit Weitblick: 15 Unternehmerinnen und Unternehmer trafen sich am 26. Juni bei der tepcon GmbH in Donaueschingen zur diesjährigen MountainsTour. Die Veranstaltung bot einen gelungenen Mix aus theoretischem Input, praktischen Einblicken und intensiver Vernetzung – ein Format, das Teilnehmer wie Gastgeber gleichermaßen überzeugte.

Im Fokus stand die digitale Transformation: Die tepcon GmbH zeigte in einer Live-Demonstration bei AP&S, wie digitale Anleitungen dazu beitragen, Produktionsfehler zu reduzieren und neue Mitarbeitende schneller einzuarbeiten. Das Unternehmen aus Donaueschingen gab praxisnahe Einblicke in seine Lösungen, die Unternehmen neue Wege aufzeigen sollen.

„Wir wollten nicht nur über Innovationen sprechen, sondern sie erlebbar machen – genau das ist gelungen“, betonte Daniela Jardot, Geschäftsführerin von TechnologyMountains e.V.. Die Atmosphäre sei offen und lösungsorientiert gewesen, so Jardot weiter. Viele der Teilnehmenden hätten konkrete Anregungen mitgenommen – und neue Kontakte geknüpft.

Der Erfolg der MountainsTouren basiert auf dem Austausch zwischen Wirtschaft, Technik und Strategie – und auf dem gemeinsamen Ziel, Innovation nicht nur zu diskutieren, sondern aktiv umzusetzen. Auch in diesem Jahr bleibt die Veranstaltung ihrem Motto treu: Wer den Horizont erweitert, erkennt neue Wege.

Wie sich Nachhaltigkeit zum Wettbewerbsvorteil entwickelt

14. Innovation Forum Medizintechnik gibt Teilnehmern etliche Ideen und Impulse mit / „Kommunikation ist der eigentliche Antrieb des Fortschritts“

Es waren am Ende wieder rund 450 Teilnehmer dabei, als sich in Tuttlingen die Branche über Trends und Technologien austauschte: Das 14. Innovation Forum Medizintechnik gab unter anderem Einblicke in die faszinierenden Möglichkeiten von Virtual und Augmented Reality – und aufschlussreiche Ausblicke, wie sich das Thema Nachhaltigkeit weiterentwickelt.

MedicalMountains-Geschäftsführerin Yvonne Glienke kam bei der Eröffnung nicht umhin, die derzeitigen Rahmenbedingungen für die Industrie im Allgemeinen und die Medizintechnik im Speziellen zu erwähnen. Ihre Gesprächspartner Dr. Harald Stallforth (Vorstandsvorsitzender Technology Mountains e.V) und Dr. Alfons Dehé (Institutsleiter Hahn-Schickard) fanden ganz ähnliche Ansätze, mit der schwierigen Situation umzugehen. „Unternehmertum ist das Wichtigste“, damit an der richtigen Stelle, sprich in neue Produkte investiert werde, konstatierte Harald Stallforth. Oder, wie es Alfons Dehé formulierte: Krisenzeiten eröffneten die Chance, Kapazitäten etwa aus der Produktion zu nutzen, „um Innovationen zu machen“. Und dafür konnten den Tag über etliche Ideen und Impulse gesammelt werden.

Beispielsweise für den Einsatz von Virtual und Augmented Reality: Prof. Dr. med. Wolfram Lamadé gewährte in seiner Keynote spannende Einblicke, wie die digital erzeugte dritte Dimension bei Operationen an der Leber für mehr Präzision und Zeitersparnis sorgt –vor allem aber lebensrettende Eingriffe ermöglicht, die zuvor undenkbar waren. Um mit der halbdurchsichtigen Brille umgehen zu können, brauche ein Arzt bestenfalls wenige Minuten. Wie jedem anderem Medizintechniker war ihm bewusst, dass der Weg bis zur Zulassung eines solchen Systems ein langer und steiniger ist. „Wir brauchen Regeln und Orientierung, aber wir brauchen auch das Spiel dazwischen“, plädierte der Chefarzt der Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie dafür, die Balance zwischen Innovationen auf der einen Seite sowie Sicherheit und Gesundheitsschutz auf der anderen wieder herzustellen.

Weitere Eindrücke aus der virtuellen Wirklichkeit sammelten die Teilnehmer auf der „VR-Spielwiese“, konkrete Anwendungsmöglichkeiten lernten sie bei der Vortragssession kennen – eine von insgesamt neun des Forums, bei denen neue Wege etwa bei Robotik, Digitalisierung, künstlicher Intelligenz und Fertigungsverfahren vorgestellt und vor allem auch diskutiert wurden. „Kommunikation ist der eigentliche Antrieb des Fortschritts“, freute sich Yvonne Glienke über die vielen Gespräche, die den ganzen Tag über in den Sälen, während der Pausen und mit dem mehr als 80 Ausstellern geführt wurden. „Das ist eine Erwartungshaltung, mit der die Besucher zum Innovation Forum kommen. In den Dialog gehen, Kontakte knüpfen, Partner finden“, erinnerte die Geschäftsführerin.

Die Basis für die Fachdialoge war bereits beim vorabendlichen Warm-up mit 80 Teilnehmern gelegt worden. Dort, wie auch im Forum, zog sich ein Thema wie ein roter Faden durch die Gespräche: die Medizintechnik energieeffizienter und ressourcenschonender aufzustellen. Denkanstöße und Ansätze vermittelte die zweite Keynote von Frank Dzukowski, Leiter der Vorstands-Stabsstelle für Nachhaltigkeit und Klimamanagement am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Bis 2040 soll die Einrichtung klimaneutral sein, was aber eines vorrausetzt: eine verlässliche Datengrundlage zur Berechnung des direkten und indirekten CO2-Ausstoßes. Und dieser „Corporate Carbon Footprint“ bereitet derzeit noch Kopfzerbrechen. Bei Medizinprodukten sei trotz aller Versuche bislang nur eine „grobe Bewertung“ möglich. Fragen der Nachhaltigkeit spielten jedoch bei künftigen Ausschreibungen eine gewichtigere Rolle, erinnerte er an mögliche Wettbewerbsvorteile für Hersteller. Sie und die Kliniken seien in einer gemeinsamen Verantwortung, sagte Frank Dzukowski, wenn es zum Beispiel um vollständig wiederverwendbare Transportverpackungen, Energieeffizienz bei Medizinprodukten und der Nutzung von Biokunststoffen gehe. Sein Wunsch an die Branche lautete, „aktiv mit guten Ideen und Lösungen an Kliniken heranzutreten“ – was gleichsam als Impuls verstanden werden konnte, Innovationen auch in Richtung Nachhaltigkeit weiterzudenken. Die Möglichkeit dazu besteht spätestens wieder am 19. Oktober 2023. Dann öffnen sich die Türen zum 15. Innovation Forum Medizintechnik.

InnovationForum Smarte Technologien & Systeme

Seien Sie 2023 als Referent dabei!

Tragen Sie sich diesen Termin am Besten bereits ein: Am 15. Juni 2023 findet das 14. InnovationForum Smarte Technologien in den Donauhallen Donaueschingen statt. Die Vorbereitungen sind bereits in vollem Gange; vor allem, was das Programm betrifft: Der “Call for Proposal” ist geöffnet – wer sich mit einem Kurzvortrag an dem Branchenevent beteiligen möchte, kann sich ab sofort bewerben.

Bereits zum 14. Mal in Folge laden der Technologieverbund TechnologyMountains e.V., die Industrie- und Handelskammer Schwarzwald-Baar-Heuberg und die Hahn-Schickard Gesellschaft für angewandte Forschung e.V. wieder zum InnovationForum Smarte Technologien & Systeme nach Donaueschingen ein. Die Teilnehmenden erwartet wieder ein umfangreiches und interessantes Programm, um mit Ausstellern, Referenten, Teilnehmern aus Wirtschaft und Wissenschaft in Kontakt zu treten, spannende Erkenntnisse zu gewinnen und gemeinsam Ideen zu entwickeln. Zahlreiche Vernetzungsangebote schaffen Plattformen für Dialog – denn wir wissen: Der Kontakt von heute ist vielleicht der Partner von morgen.

Aktuell werden Vortragsvorschläge für das InnovationForum gesammelt. Im Fokus stehen die Themen

  • Additive Fertigungsverfahren / Rapid Prototyping
  • Aufbau- und Verbindungstechnik / Mikromontage
  • Automatisierungslösungen und Smart Production
  • Automotive-Transformation
  • Digitalisierung
  • Embedded Elektronik
  • IoT / Cloud
  • Künstliche Intelligenz
  • New Workplaces
  • Open Innovation
  • Sensorik & Aktorik
  • Smarte Technologien & Werkstoffe
  • Zukunftstechnologien

Die Abstracts und weitere Informationen können über dieses Online-Formular eingereicht werden.

Weitere Informationen zum Innovation Forum Medizintechnik gibt es unter www.innovation-forum-mikrotechnik.de