4. Zukunftsforum zeigt anschaulich, wie Transformation der regionalen Wirtschaft gelingen kann – Gute Voraussetzungen zur Transformation durch die eigene Historie

Wie Strukturwandel für die regionale Industrie gelingt, damit befasste sich das 4. Zukunftsforum, das in der Neckarhalle in Villingen-Schwenningen ausgerichtet wurde. Gut 100 Gäste nutzten die Chance, sich anhand von Forschungsergebnissen und Erfahrungen von Unternehmern konkrete Impulse und Inspirationen zu holen.

Der Abend wurde gemeinsam von der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW), Hochschule Furtwangen (HFU), IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg, dem Marketing-Club Schwarzwald-Baar sowie dem Netzwerk TechnologyMountains e.V. ausgerichtet. Villingen-Schwenningens Oberbürgermeister Jürgen Roth machte bereits in seiner Begrüßung zur Eröffnung des Zukunftsforums klar, dass man in der Doppelstadt weiß, was Strukturwandel bedeutet: „Wir haben das miterlebt, als die Uhrenindustrie unterging, die großen Unternehmen aus der Unterhaltungselektronik oder der Verkehrsmessung“, erinnerte Roth an internationale Player wie Kienzle, Saba oder Mauthe. Diese Krisenzeiten seien zwar lange überwunden, würden aber auch zeigen, wie Strukturwandel und der Wohlstand einer Region Hand in Hand gehen würden.

Für den theoretischen Unterbau zum Thema Strukturwandel nahm Dr. Thomas Stahlecker vom Karlsruher Fraunhofer-Institut die Gäste mit auf eine Reise durch die verschiedenen Aspekte, die der Strukturwandel mit sich bringen kann. Beispielhaft nannte er die Montankrise der 1960er-Jahre, in denen Bergbau und Stahlindustrie im Ruhrgebiet und im Saarland als Hauptwirtschaftszweige wegfielen und diese Regionen sich neu erfinden mussten. Die Voraussetzungen, dass sich Baden-Württemberg als bereits hoch technisierte Region mit dem Wandel leichter tue, seien aufgrund der hohen Bereitschaft hierzu in der Bevölkerung sehr gut. Dennoch sei Strukturwandel heute deutlich komplexer als früher: Der gesellschaftliche Diskurs sei intensiver geworden, man müsse heute mehr Rücksichten nehmen.

Danach übernahm Matthias Stotz, Geschäftsführer der Uhrenfabrik Junghans GmbH & Co. in Schramberg. Ein Unternehmen, das wie kaum ein anderes für Transformation steht: Aufgestiegen aus der Massenfertigung preiswerter Wecker zum weltweit renommierten Technologieführer in der Zeitmessung, sei es Junghans nach der zunehmenden Verwässerung der Premium-Marke immer schwerer gefallen, am Markt zu bestehen. „Die Insolvenz war dann auch dank der großen öffentlichen Aufmerksamkeit dafür eine große Chance: Wir konnten erklären, warum Junghans anders wird und weshalb Kunden wieder unsere Produkte kaufen sollten“, blickte Stotz zurück. Der Wandel bei Junghans bewegte sich vom mechanisch einfachen Massenprodukt über ausgeklügelte Elektronik in der Zeitmessung bis zu den heutigen hochwertig gestalteten Zeitmessern über 161 Jahre.

Eine viel kürzere Unternehmensgeschichte hat Marco Bertiller von der Spinnax GmbH & Co. KG. Er stellte seine Sicht darauf vor, was etablierte Unternehmen von Start-ups lernen können, um den eigenen Wandel besser vorantreiben zu können. So hätten neu gegründete Unternehmen zum Beispiel erst einmal keine Marktanteile zu verlieren und agieren risikobereiter. Sein Rat an Unternehmen lautete, entweder die eigene Unternehmenskultur nachhaltig aufzubrechen, um Innovation zu begünstigen oder aber eigene Start-ups zu gründen, um aus diesen unabhängig agierenden Einheiten schnelleren Innovationserfolg zu ziehen.

Stefan Beetz, Geschäftsführer der ISGUS GmbH, schilderte am Beispiel seines Unternehmens, wie der Wandel eines Unternehmens aus sich selbst heraus aussehen kann: So sei der Umbau des einstigen Schwenninger Stechuhren-Herstellers zu einem „Systemhaus mit angeschlossener Fertigung“ ein Prozess über viele Jahre gewesen. Die Notwendigkeit zum Umbau des Familienunternehmens schuf die Krise der Uhrenindustrie in den 1970-er Jahren. Insbesondere die zu hohe Fertigungstiefe mit entsprechenden Kosten und die zu geringe Innovation seien dabei maßgebliche Faktoren gewesen. Vor allem aber durch unternehmerischen Mut und einer Prise Glück für die Unternehmensleitung konnte ISGUS dennoch erfolgreich wachsen. „Die Krise machte eine starke Umgestaltung in der Region nötig – und die daraus entstandene Diversifizierung ist heute unsere Stärke“, schaute Beetz auf das Heute.

Schließlich appellierte Beetz noch an die Politik, die Rahmenbedingungen durch den Abbau von Bürokratie und Regulierungswut zu verbessern. „Wir kommen sonst kaum noch dazu, unsere Arbeit als Unternehmer zu machen“, so sein Fazit.

Rückblick MountainsTour zur
Kunststoff Christel GmbH & Co.KG

Mit besonderen Eindrücken zu Prozessen und Technologien in der Kunststoff-Fertigung versorgte die „MountainsTour“ am Dienstagabend, 8. November, rund 30 Gäste bei der Bad Dürrheimer Kunststoff Christel GmbH & Co.KG: Der Unternehmensbesuch zeigte den Besuchern, wie anspruchsvoll Kunststoff-Fertigung für unterschiedliche Branchen nicht nur in den Prozessen, sondern auch in der dafür genutzten Technologie sein kann.

Von der Reinraumfertigung mit hohen Hygieneanforderungen bis hin zur „Schatzkammer“ des Unternehmens, wo die teilweise mannshohen Spritzgusswerkzeuge eingelagert sind, blieb kein Unternehmensbereich verschlossen. Dabei ließen Geschäftsführer Rainer Christel und Prokurist Markus Federspiel als Guides auch keine Fragen der Besucher offen. Die Chance, sich näher über die Möglichkeiten des Gastgeber-Unternehmens zu informieren, nutzten die Gäste dann auch beim abschließenden Get Together bei Snacks und Getränken, bevor der Abend ausklang.

Bei den Unternehmensbesuchen im Rahmen der Veranstaltungsreihe „MountainsTour“ geben Experten Einblicke in ihre Expertise, Unternehmen in ihr Schaffen und hinterher kann in lockerer Runde „genetzwerkt“ werden – wie bei allen TechnologyMountains-Veranstaltungen. Das ist das Schöne an einer Bergtour: Man bekommt den Kopf frei, gewinnt einen Überblick, blickt aus einer anderen Perspektive, erkennt neue Zusammenhänge, erhält neue Ideen.


Lassen Sie sich vom Angebot und den neuen Aus- und Einblicken inspirieren. Interessante Referenten erwarten Sie, Informationen über aktuelle Themen und Trends erweitern Ihren Horizont.

Folgende Mitgliedsunternehmen öffnen in 2022/23 ihre Türen und Produktionsstätten für Sie:

Wie sich Nachhaltigkeit zum Wettbewerbsvorteil entwickelt

14. Innovation Forum Medizintechnik gibt Teilnehmern etliche Ideen und Impulse mit / „Kommunikation ist der eigentliche Antrieb des Fortschritts“

Es waren am Ende wieder rund 450 Teilnehmer dabei, als sich in Tuttlingen die Branche über Trends und Technologien austauschte: Das 14. Innovation Forum Medizintechnik gab unter anderem Einblicke in die faszinierenden Möglichkeiten von Virtual und Augmented Reality – und aufschlussreiche Ausblicke, wie sich das Thema Nachhaltigkeit weiterentwickelt.

MedicalMountains-Geschäftsführerin Yvonne Glienke kam bei der Eröffnung nicht umhin, die derzeitigen Rahmenbedingungen für die Industrie im Allgemeinen und die Medizintechnik im Speziellen zu erwähnen. Ihre Gesprächspartner Dr. Harald Stallforth (Vorstandsvorsitzender Technology Mountains e.V) und Dr. Alfons Dehé (Institutsleiter Hahn-Schickard) fanden ganz ähnliche Ansätze, mit der schwierigen Situation umzugehen. „Unternehmertum ist das Wichtigste“, damit an der richtigen Stelle, sprich in neue Produkte investiert werde, konstatierte Harald Stallforth. Oder, wie es Alfons Dehé formulierte: Krisenzeiten eröffneten die Chance, Kapazitäten etwa aus der Produktion zu nutzen, „um Innovationen zu machen“. Und dafür konnten den Tag über etliche Ideen und Impulse gesammelt werden.

Beispielsweise für den Einsatz von Virtual und Augmented Reality: Prof. Dr. med. Wolfram Lamadé gewährte in seiner Keynote spannende Einblicke, wie die digital erzeugte dritte Dimension bei Operationen an der Leber für mehr Präzision und Zeitersparnis sorgt –vor allem aber lebensrettende Eingriffe ermöglicht, die zuvor undenkbar waren. Um mit der halbdurchsichtigen Brille umgehen zu können, brauche ein Arzt bestenfalls wenige Minuten. Wie jedem anderem Medizintechniker war ihm bewusst, dass der Weg bis zur Zulassung eines solchen Systems ein langer und steiniger ist. „Wir brauchen Regeln und Orientierung, aber wir brauchen auch das Spiel dazwischen“, plädierte der Chefarzt der Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie dafür, die Balance zwischen Innovationen auf der einen Seite sowie Sicherheit und Gesundheitsschutz auf der anderen wieder herzustellen.

Weitere Eindrücke aus der virtuellen Wirklichkeit sammelten die Teilnehmer auf der „VR-Spielwiese“, konkrete Anwendungsmöglichkeiten lernten sie bei der Vortragssession kennen – eine von insgesamt neun des Forums, bei denen neue Wege etwa bei Robotik, Digitalisierung, künstlicher Intelligenz und Fertigungsverfahren vorgestellt und vor allem auch diskutiert wurden. „Kommunikation ist der eigentliche Antrieb des Fortschritts“, freute sich Yvonne Glienke über die vielen Gespräche, die den ganzen Tag über in den Sälen, während der Pausen und mit dem mehr als 80 Ausstellern geführt wurden. „Das ist eine Erwartungshaltung, mit der die Besucher zum Innovation Forum kommen. In den Dialog gehen, Kontakte knüpfen, Partner finden“, erinnerte die Geschäftsführerin.

Die Basis für die Fachdialoge war bereits beim vorabendlichen Warm-up mit 80 Teilnehmern gelegt worden. Dort, wie auch im Forum, zog sich ein Thema wie ein roter Faden durch die Gespräche: die Medizintechnik energieeffizienter und ressourcenschonender aufzustellen. Denkanstöße und Ansätze vermittelte die zweite Keynote von Frank Dzukowski, Leiter der Vorstands-Stabsstelle für Nachhaltigkeit und Klimamanagement am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Bis 2040 soll die Einrichtung klimaneutral sein, was aber eines vorrausetzt: eine verlässliche Datengrundlage zur Berechnung des direkten und indirekten CO2-Ausstoßes. Und dieser „Corporate Carbon Footprint“ bereitet derzeit noch Kopfzerbrechen. Bei Medizinprodukten sei trotz aller Versuche bislang nur eine „grobe Bewertung“ möglich. Fragen der Nachhaltigkeit spielten jedoch bei künftigen Ausschreibungen eine gewichtigere Rolle, erinnerte er an mögliche Wettbewerbsvorteile für Hersteller. Sie und die Kliniken seien in einer gemeinsamen Verantwortung, sagte Frank Dzukowski, wenn es zum Beispiel um vollständig wiederverwendbare Transportverpackungen, Energieeffizienz bei Medizinprodukten und der Nutzung von Biokunststoffen gehe. Sein Wunsch an die Branche lautete, „aktiv mit guten Ideen und Lösungen an Kliniken heranzutreten“ – was gleichsam als Impuls verstanden werden konnte, Innovationen auch in Richtung Nachhaltigkeit weiterzudenken. Die Möglichkeit dazu besteht spätestens wieder am 19. Oktober 2023. Dann öffnen sich die Türen zum 15. Innovation Forum Medizintechnik.

Rückblick MountainsTour zur Gebr. Schwarz GmbH & Optimum datamangement solutions GmbH

Am 14.09 haben wir uns im Rahmen einer TechnologyMountains Tour mit zahlreichen Experten auf Wirtschaft und Industrie zusammengefunden. Diesmal waren wir zu Besuch bei der Gebr. Schwarz GmbH in Rottweil.

Die präzise Montage von Kunststoffbauteilen mithilfe des „schlauen Klaus“ – einem kamerabasierten Assistenzsystem – wurde uns anhand eines Fachvortrags vom Geschäftsführer der Optimum Datamanagement Solutions GmbH, Wolfgang Mahanty eindrücklich und praxisorientiert nähergebracht.

Anschließend durften wir uns von der Theorie in der Praxis direkt vor Ort überzeugen. Dank vieler Fragen entstand ein lebhafter Austausch mit dem Fertigungsleiter Bernhard Dürr.

Bei den Unternehmensbesuchen im Rahmen der Veranstaltungsreihe „MountainsTour“ wird genau das erreicht: Experten geben Einblicke in ihre Expertise, Unternehmen in ihr Schaffen und hinterher kann in lockerer Runde „genetzwerkt“ werden – wie bei allen TechnologyMountains-Veranstaltungen. Das ist das Schöne an einer Bergtour: Man bekommt den Kopf frei, gewinnt einen Überblick, blickt aus einer anderen Perspektive, erkennt neue Zusammenhänge, erhält neue Ideen.


Lassen Sie sich vom Angebot und den neuen Aus- und Einblicken inspirieren. Interessante Referenten erwarten Sie, Informationen über aktuelle Themen und Trends erweitern Ihren Horizont.

Folgende Mitgliedsunternehmen öffnen in 2022/23 ihre Türen und Produktionsstätten für Sie:

TechnologyMountains startet neue Vortragsreihe “Innovative Werkstoffe”

Der Technologieverbund TechnologyMountains startet ab September eine neue Informationsveranstaltungsreihe rund um die Themen Werkstoffentwicklung, nachhaltige Werkstoffkonzepte, ressourceneffizientere Produktion und relevanten Förderprogrammen. Interessierte erwartet ein umfangreiches Angebot an Veranstaltungen mit Experten aus der Wirtschaft, Forschung und Politik.

„Die Anwendungspotentiale der Materialforschung sind mannigfaltig. Ob Carbon-Fasern für den Leichtbau, selbstheilende Kunststoffe, die die Lebensdauer von Batterien verlängern oder programmierbare Nanopartikel, die Krebs heilen, leistungsfähige Materialien sind der Schlüssel zur Zukunft“, weiß Technologietransfermanager Maximilian Keller.

Ziel der Veranstaltungsreihe ist es, einen lebendigen Austausch zwischen den Teilnehmern zu ermöglichen, um somit auch den Grundstein für innovative Lösungen zu legen.

Der Auftakt der Veranstaltungsreihe beginnt mit einem Vortrag von Bahman Azarhoushang, dem Leiter des Kompetenzzentrums für Spanende Fertigung zum Thema „Mechanismen der Randzonenbeeinflussung bei der Zerspanung von metallischen Werkstoffen“ im Technologiezentrum in St. Georgen. Die nachfolgenden Veranstaltungen finden online statt.

Weitere Informationen zur Veranstaltungsreihe erteilt bei TechnologyMountains Maximilian Keller, Telefon: 07721 922-312 bzw. per E-Mail: keller@technologymountains.de. Anmeldungen zu den Vorträgen sind über hier klicken möglich.

Veranstaltungsbroschüre “Innovative Werkstoffe”

TechnologyMountains legt die Veranstaltungsbroschüre “Let`s get Digital” für das kommende Halbjahr neu auf!

Für das kommende Halbjahr hat TechnologyMountains in Kooperation mit der IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg die Veranstaltungsbroschüre „Let’s get Digital“ neu aufgelegt. Von Informationsveranstaltungen oder Arbeitskreisen bis hin zu Großevents mit mehreren hundert Gästen, wie den Innovationsforen, wurde ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt.

  • Über Einführungsveranstaltungen und Infoabende holen wir Sie bei Ihrem aktuellen Stand des Wissens ab, informieren Sie über die aktuellen Trends der Zukunft und führen Sie an die Chancen heran, sich und Ihr Unternehmen weiterzuentwickeln
  • Mit Workshops bieten wir die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch zwischen Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Hochschulen an. Der Praxisbezug steht an oberster Stelle.
  • Mit Exkursionen fördern wir den Austausch unserer Mitglieder untereinander über alle Branchen-, Technologie- oder Landesgrenzen hinweg. Experten geben Einblick in ihre Expertise, Unternehmen in ihr Schaffen – und hinterher kann in lockerer Runde genetzwerkt werden. Lassen Sie sich von neuen Aus- und Einblicken inspirieren.
  • In Arbeitskreisen arbeiten wir komplexe Themen mit konzentriertem Sachverstand unserer Experten aus Forschung- und Industrie auf. Außerdem bilden sie ein Forum für den gegenseitigen Informations- und Erfahrungsaustausch.
  • Auf unseren InnovationsForen bringen wir Experten aus Industrie und Forschung zusammen. Sie sind eine Plattform zur Präsentation innovativer Ideen, Technologien und Produkte. Informieren Sie sich über die Trends von heute und morgen.  Gewinnen Sie Erkenntnisse und die richtigen Partner, um individuell und in Kooperationen vorwärtszukommen.
  • Die von der IHK angebotenen Sprechtage sind persönlich, direkt und ehrlich. Interessenten erhalten in halbstündlichen Einzelberatungen von unseren ausgesuchten Experten Erstinformationen und grundlegende Kenntnisse zu den jeweiligen Themen.

Nutzen Sie die Gelegenheit, mit Personen aus Wissenschaft und Wirtschaft in Kontakt zu treten. Im direkten Austausch stehen diese Ihren Fragen Rede und Antwort. Erweitern Sie Ihr Wissen für Ihre eigenen digitalen Ideen und Innovationen.

In der neuen Auflage finden Sie auf den letzten Seiten einen Veranstaltungskalender, um auf einen Blick all unsere Veranstaltungen zu erfassen. Mit den QR-Codes neben den Veranstaltungsbeschreibungen können Sie sich direkt anmelden.

Veranstaltungsbroschüre Let`s get Digital für den Herbst | Winter 2022/23

InnovationForum Smarte Technologien & Systeme

Seien Sie 2023 als Referent dabei!

Tragen Sie sich diesen Termin am Besten bereits ein: Am 15. Juni 2023 findet das 14. InnovationForum Smarte Technologien in den Donauhallen Donaueschingen statt. Die Vorbereitungen sind bereits in vollem Gange; vor allem, was das Programm betrifft: Der “Call for Proposal” ist geöffnet – wer sich mit einem Kurzvortrag an dem Branchenevent beteiligen möchte, kann sich ab sofort bewerben.

Bereits zum 14. Mal in Folge laden der Technologieverbund TechnologyMountains e.V., die Industrie- und Handelskammer Schwarzwald-Baar-Heuberg und die Hahn-Schickard Gesellschaft für angewandte Forschung e.V. wieder zum InnovationForum Smarte Technologien & Systeme nach Donaueschingen ein. Die Teilnehmenden erwartet wieder ein umfangreiches und interessantes Programm, um mit Ausstellern, Referenten, Teilnehmern aus Wirtschaft und Wissenschaft in Kontakt zu treten, spannende Erkenntnisse zu gewinnen und gemeinsam Ideen zu entwickeln. Zahlreiche Vernetzungsangebote schaffen Plattformen für Dialog – denn wir wissen: Der Kontakt von heute ist vielleicht der Partner von morgen.

Aktuell werden Vortragsvorschläge für das InnovationForum gesammelt. Im Fokus stehen die Themen

  • Additive Fertigungsverfahren / Rapid Prototyping
  • Aufbau- und Verbindungstechnik / Mikromontage
  • Automatisierungslösungen und Smart Production
  • Automotive-Transformation
  • Digitalisierung
  • Embedded Elektronik
  • IoT / Cloud
  • Künstliche Intelligenz
  • New Workplaces
  • Open Innovation
  • Sensorik & Aktorik
  • Smarte Technologien & Werkstoffe
  • Zukunftstechnologien

Die Abstracts und weitere Informationen können über dieses Online-Formular eingereicht werden.

Weitere Informationen zum Innovation Forum Medizintechnik gibt es unter www.innovation-forum-mikrotechnik.de

Das aktuelle Jahrbuch zum 4. InnovationForum Zerspanungstechnologie ab sofort erhältich!

Am 21. Juni 2022 fand das 4. InnovationForum Zerspanungstechnologie in der Stadthalle Tuttlingen statt. Dort lieferten hochkarätiges Experten der Zerspanungstechnologie interessante Einblicke in Zukunftstrends der Branche und neuarte Methoden, die heute insbesondere durch eine zunehmende Digitalisierung der Fertigung möglich sind. Ingesamt 150 Besucher aus der ganzen Region versammtelten sich für das diesjährige InnovationForum Zerspanungstechnologie endlich wieder in Präsenz, denn die Zerspanungstechnologie gilt als eine der absoluten Leitbranchen der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg. Erstamls seit drei Jahren konnte der Technologieverbund TechnologyMountains diesen Kongress nach der Pandemie dieses Jahr wieder ausrichten.

Passend dazu wurde auch das aktuelle Jahrbuch “Moderne Zerspanungstechnologie – Neue Entwicklungen und Trends aus Forschung und Praxis” vorgestellt. In Kooperation mit der IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg, der Hochschule Furtwangen und dem Kompetenzzentrum für Spanende Fertigung (KSF) wurde dieses Jahr die vierte Auflage von den beiden Herausgebern Thomas Wolf und Bahman Azarhoushang veröffentlicht. Mehr als 20 Kapitel beschreiben den aktuellen Stand der Technik in Bereichen wie Smart Factory, intelligente Prozessketten oder innovativen Präzisionswerkzeugen. Darüber hinaus wird ein Blick in die Zukunft geworfen: wegweisende Trends der Zerpanungstechnologie und die Fertigung der Zukunft werden von verschiedenen Autoren aus Forschung und Industrie diskutiert.

Jahrbuch zum 4. Innovation Forum Zerspanungstechnologie 2022

TechnologyMountains weiter auf Wachstumskurs – Mitgliederversammlung berichtet über wegweisende Aktivitäten in der Medizin-, Mikro- und Kunststofftechnik

Nach zwei virtuellen Mitgliederversammlungen in den beiden zurückliegenden Coronajahren hatten Vorstand und Geschäftsführung des Technologieverbundes TechnologyMountains e.V. (TM) erstmals wieder in Präsenz eingeladen. In der Stadthalle Tuttlingen begrüßte der Vorstandsvorsitzende Dr. Harald Stallforth 80 Firmenvertreter aus den Industriebereichen Medizin-, Kunststoff- und Mikrotechnik.

Trotz der pandemiebedingten Einschränkungen habe man im Berichtsjahr 2021 überraschend viele Entwicklungs- und Verbundprojekte zugunsten der Mitglieder auf die Beine gestellt, so Stallforth. Der 80-seitige Geschäftsbericht zeuge davon. Das Innovation Forum Medizintechnik habe sogar physisch stattfinden können, rund 450 Interessierte nahmen daran teil. Immerhin virtuell wurde das Forum „Smarte Technologien und Systeme“ durchgeführt. Bei diesen Foren kommen Unternehmer, Entwicklungsleiter und Entscheidungsträger aus der Industrie mit kreativen Wissenschaftlern aus ganz Europa zusammen. Zudem gab es 56 ExpertTables mit fast 750 Teilnehmenden. Diese Arbeitskreise seien bei TM „Geburtsstätten für weitere Projekte“, sagte Geschäftsführer Thomas Wolf. An weiteren 55 Veranstaltungen zu Themen wie Digitalisierung, Künstlicher Intelligenz und Produktionstechnologien nahmen rund 1.500 Mitglieder teil. Rund 1.000 Teilnehmer zählte die Geschäftsführung bei den 92 Seminaren in den Bereichen Medizin- und Kunststofftechnik, die zum größten Teil online, aber auch in hybrider Form angeboten worden waren. Letzteres werde man noch beibehalten, versprach Geschäftsführerin Yvonne Glienke, da davon auch überregionale Mitglieder profitieren. Denn deren Zahl steigt ständig. Von den 54 neuen Mitgliedsunternehmen im Jahr 2021 – TM zählt jetzt 438 Mitglieder – kommt ein Viertel aus dem gesamtdeutschen Raum, einige sogar aus den Niederlanden und der Schweiz.

Aktuell stehe im Mittelpunkt der Verbandsarbeit ein Visionsprozess, berichtete Yvonne Glienke, der in Form von die Medizintechnikbranche entwerfe. Außerdem habe man die europäische Medizinprodukte-Verordnung EU-MDR im Blick, „die uns schon seit zehn Jahren beschäftigt“. Die Verordnung gefährde nicht nur Innovationen in der Medizintechnik, sondern auch Bestandsprodukte. „Da sind wir nach wie vor dran“, versicherte Yvonne Glienke, „allerdings mahlen die Mühlen der Bürokratie sehr langsam, was schwerwiegende Folgen für die Patientenversorgung haben kann“.

Wie stark das Innovations- und Technologienetzwerk geknüpft ist, machte die Vorstellung einiger aktueller Verbundprojekte mit Erfolgsgeschichte deutlich, vorgestellt von Vertretern der MedicalMountains GmbH, der Hahn-Schickard-Gesellschaft, des Kunststoff-Instituts Südwest und dem langjährigen Kooperationspartner, der Hochschule Furtwangen. Das innovative und teils öffentlich geförderte Spielfeld reicht vom Zugang zu Künstlicher Intelligenz, Entwicklungen von technologischen Branchenneuheiten, bis hin zu Kunststoff-Recycling und der Schaffung von Experimentierwelten für Kinder und Jugendliche, um sie für MINT-Berufe (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) zu begeistern.

Trotz Pandemie hatten die TechnologyMountains-Geschäftsführer Yvonne Glienke und Thomas Wolf (rechts) sowie der Vorstandsvorsitzende Harald Stallforth bei der Mitgliederversammlung in der Stadthalle Tuttlingen von etlichen Aktivitäten des regen Industrieverbundes zu berichten.

80 Firmenvertreter aus den Bereichen Medizin-, Kunststoff- und Mikrotechnik erfuhren bei der Mitgliederversammlung unter anderem von 56 ExpertTables mit fast 750 Teilnehmenden. Diese Arbeitskreise seien bei TechnologyMountains e.V. „Geburtsstätten für weitere Projekte“, sagte Geschäftsführer Thomas Wolf

Kluge Technologie-Antworten auf aktuelle Zerspaner-Herausforderungen

Für die 150 Besucher des 4. InnovationForum Zerspanungstechnologie in der Stadthalle Tuttlingen lieferten hochkarätige Experten wertvolles Know-how für die eigene Zukunft: Denn eine der Leitbranchen der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg, für die der Technologieverbund TechnologyMountains diesen Kongress erstmals seit drei Jahren wieder ausrichten konnte, steht vor wichtigen Herausforderungen. Mehr Produktivität durch intelligente Prozesse und Technologien ist die Antwort, die den informativen Tag prägte.

Schon die begleitende Fachausstellung des Forums ließ ahnen, wie vielseitig die Aufgaben sind, die ein modernes Zerspanungsunternehmen bearbeiten muss, um erfolgreich bleiben zu können: Von der Software zur Fertigungsorganisation bis zum Spezialisten für die Oberflächenbehandlung zeigten schon vor den Keynotes und Fachvorträgen gut zwei Dutzend Aussteller mit optimierten oder neuen Möglichkeiten, effizienter und hochwertiger zu fertigen.

IHK-Präsidentin Birgit Hakenjos unterstrich die Bedeutung innovativer Technologien und Denkweisen für die Zerspanung und forderte zugleich politische Unterstützung, um die Leistungsfähigkeit der Branche und damit die Wirtschaftskraft der Region zu schützen: Keine einseitige Festlegung auf den elektrischen Antrieb und Technologieoffenheit in Sachen Mobilität, flächendeckender Ausbau von Glasfasernetzen als zentrale digitale Infrastruktur und mehr Planungssicherheit angesichts von Krisen wie Ukraine-Krieg und Energiesanktionen, so ihre Aufzählung. Hinzu komme die Problematik aus Fachkräfte- und Nachwuchsmangel und versagenden Lieferketten. „Wir stellen uns den aktuellen Herausforderungen, wir sind innovativ“, unterstrich die IHK-Präsidentin zugleich.

Und auch Dr. Harald Stallforth, Vorstandsvorsitzender des Forum-Veranstalters TechnologyMountains, stellte die Bedeutung der Innovation für die Branche heraus: „Wir werden heute viel über Möglichkeiten hierzu hören, optimierte Prozesse kennenlernen“, verwies er auf die folgenden Veranstaltungsbeiträge.

Wie stark Innovation auch in scheinbaren kleinen Aspekten Produktivität und Kosten beeinflussen können, belegte Prof. Bahman Azarhoushang vom Kompetenzzentrum für spanende Fertigung (KSF) der Hochschule Furtwangen: Er stellte die Forschungen seines Instituts zum Thema Kühlung bei der Zerspanung vor. So nutzt man dort CO2, um damit Werkzeug und Werkstück am Schneidepunkt zu kühlen und mikroskopisch kleine Öltröpfchen einzubringen. Das Medium wird durch besondere Ausgestaltung von Werkzeugen direkt am Wirkungspunkt abgegeben und erwies sich als bestens geeignet für Hochgeschwindigkeitszerspanung. So erreiche man nicht nur deutlich höhere Verarbeitungsgeschwindigkeiten an kritischen Werkstoffen wie Titan, sondern erzielte auch signifikant bessere Werkzeugstandzeiten durch deutlich geringeren Verschleiß.

Mit diesen konkreten Impulsen gerüstet ging es nachmittags in weitere Fachvorträge: Die Bandbreite der Themen reichte von der Bearbeitung von Oberflächen per Laser über die Nutzung digitaler Prozessketten bis hin zum Leistungsvermögen von modernen Kühlschmierstoffen. Gemeinsam war den vorgestellten Themen auch hier der Fokus auf den aktuellsten Wissensstand in Forschung und Entwicklung mit Bezug zur Praxis in Fertigung und Organisation.

Dass die Zerspanung als maßgebliche Fertigungstechnologie in der Region Zukunft hat, das sollte durch solches Know-how gesichert sein: „Und wenn es uns gelingt, miteinander in Kooperationsprojekte zu gehen und gemeinsam Entwicklungen anzupacken, werden wir auch morgen noch eine der wirtschaftsstärksten Regionen Europas sein“, resümiert TechnologyMountains-Geschäftsführer Thomas Wolf.

Impressionen finden Sie unter www.innovation-forum-zerspanungstechnik.de/#impressionen